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Rede Oliver Zipse, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, 106. ordentliche Hauptversammlung der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München, 13. Mai 2026, Livestream aus der BMW Welt in München
Wed May 13 10:00:00 CEST 2026 Reden
Rede Oliver Zipse HV 2026
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Max-Morten Borgmann
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Max-Morten Borgmann
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- Es gilt das gesprochene Wort -
Die 106. BMW Hauptversammlung!
Herzlich willkommen –
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!
Für uns ist es die wichtigste Veranstaltung des Jahres. Wir stehen Ihnen Rede und Antwort. Das tun wir sachlich. Und Faktenbezogen. Was Sie immer von BMW erwarten können: Zuversicht! Zuversicht ist keine Stimmung. Sie ist eine aktive Entscheidung. Erst recht, wenn Gewohntes brüchig wird. Im Rückblick erscheinen schwierige Situationen meist weniger dramatisch als in der Gegenwart. Es ist unsere Aufgabe, die richtigen Weichen zu stellen. Wir nennen es: Robuste Entscheidungen. Für den langfristigen Unternehmenserfolg. Dafür nutzen wir Daten. Fakten. Die fundierte Analyse. Entwicklungen bewerten wir differenziert: global wie regional. So tickt unsere Welt. Wir entscheiden vorausschauend. Das gelingt mit Investoren, die langfristig denken. Insbesondere unsere Ankeraktionäre Stefan Quandt und Susanne Klatten. Wie auch viele institutionelle Anleger. Für BMW ist das ein Privileg. Für unsere Mitarbeitenden ein stabiler Rückhalt. Und im Wettbewerb ein Vorteil.
Auch deswegen macht BMW aus externen Krisen einen Fortschritt. Im aktuellen Umfeld ist Vieles unwägbar. Für uns sind daher anti-fragile Handlungsweisen das strategische Mittel der Wahl. So sichern wir den Fortbestand. Ihres Unternehmens. Auf dem Fundament der Kontinuität gelingen uns große Innovationssprünge. Dazu verbinden wir Marken, Produkte, Technologien und Märkte.
Hier steht der neue 7er. Das jüngste Beispiel der innovativen Kraft von BMW.
Im April war Weltpremiere. Auf der Messe „AUTO CHINA“. Der gesamte Vorstand war dabei. Der 7er ist das erste Fahrzeug, das bereits im Markt ist und nun die Technologien der NEUEN KLASSE erhält.
Alle künftigen BMW Modelle beinhalten ab sofort die Technologiecluster. Auch das neue Design. Bei allen Antriebsarten. So wie versprochen! In Summe werden es mehr als 40 Fahrzeuge sein. Bis 2027. Die NEUE KLASSE ist unser Aufbruch in die Zukunft.
Sie, meine Damen und Herren, kennen und begleiten uns.
Was macht den BMW Weg aktuell aus?
1. Robuste Stärke im dynamischen Umfeld:
Unser Geschäftsjahr 2025.
2. Das Rennen ist eröffnet:
Die NEUE KLASSE entfaltet ihr Potenzial und begeistert.
3. Globaler Player BMW:
Antifragil und zukunftssicher.
Darauf gehe ich ein.
Meine Damen und Herren,
das haben wir im Geschäftsjahr 2025 erreicht:
• Unseren Renditekorridor im Segment Automobile.
• Ein Konzernergebnis vor Steuern von über 10 Milliarden Euro.
• Eine um 10 Cent erhöhte Dividende – auf 4,40 Euro. Pro Stammaktie.
Dabei gab es ungünstige Währungseffekte und einen schwierigen Markt in China. Und die Zölle. Wir haben unser Geschäft extrem diszipliniert gesteuert.
Und alle haben mitgezogen. 2,5 Milliarden Euro haben wir eingespart.
Über alle Kostenarten hinweg. Wir senken unsere F&E-Leistungen und die Investitionen. Alles wie geplant. Denn wir haben frühzeitig in die NEUE KLASSE investiert. Unsere Mannschaft hat alles gegeben. Und daher sage ich: Danke an unser Team BMW Group weltweit! Andere streichen den Bonus. Wir zahlen unseren Mitarbeitenden eine attraktive Erfolgsbeteiligung. Für 2025. Am Standort Deutschland.
Unser Geschäftsmodell ist robust. Modelle und Märkte sind dafür gute Indikatoren. Über 2,46 Millionen Fahrzeuge wurden 2025 ausgeliefert. Mehr als im Vorjahr.
Alle Marken tragen dazu bei:
• BMW führt das weltweite Premium-Segment an.
• Die BMW M GmbH hat ihren Absatz gesteigert. Zum 14. Mal in Folge.
• MINI wächst. Die Marke hat rund 18 Prozent zugelegt.
Die
neue Modellfamilie kommt bestens an.
• Bei Rolls-Royce blieb die Zahl der handgefertigten Fahrzeuge auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Nun erweitern wir die Manufaktur in Goodwood. Unsere Luxusmarke bekommt mehr Platz: für die Bespoke-Modelle. Und die Spitzenprodukte bei Coachbuild.
• BMW Motorrad hat über 200.000 Zweiräder verkauft. Im Segment über 500 ccm. Dabei ging der Gesamtmarkt gleichzeitig zurück.
Von den Modellen zu den Märkten.
In Europa waren – und sind – wir wirklich stark. Erstmals seit der Zeit vor COVID konnten wir wieder über eine Million Fahrzeuge ausliefern. Die USA gelten als gesättigter Markt. Wir haben uns aber dort gesteigert. Das verdanken wir auch unserer langen Präsenz in den USA. Spartanburg ist unser größtes Werk. Es exportiert weltweit. Über 100 Milliarden Dollar beträgt unser Exportvolumen. In den letzten zehn Jahren. 2025 war BMW erneut der größte Automobilexporteur nach Wert. Das wird geschätzt – auch von der US-Politik.
Jeder Markt ist wichtig. Auch die vielen Märkte außerhalb der großen Regionen. In Summe sind wir auch dort gewachsen.
Nun zu China.
Darüber wird viel berichtet. Und auch Sie fragen danach, werte Aktionärinnen und Aktionäre.
Über 24 Millionen Fahrzeuge wurden 2025 in China verkauft. China ist zudem eines der wichtigsten Technologie-Zentren unserer Industrie. Doch der Markt normalisiert sich. Es wird weniger gekauft. Lokale Hersteller drängen zunehmend in den Markt. Sie wollen Marktanteile erobern. Der Wettbewerb ist extrem hart. Wir wollten 2025 unseren Absatz stabilisieren. Und das ist gelungen: 625.000 Fahrzeuge haben wir in China ausgeliefert. Im ersten Quartal 2026 ging der Gesamtmarkt weiter zurück. Das trifft auch die heimischen Anbieter und speziell die kleineren Fahrzeuge. BMW hat sich dabei besser entwickelt als der Markt insgesamt.
Unsere Maßnahmen greifen. Drei Kernfelder sind in China besonders wichtig: Lokale Relevanz. Geschwindigkeit. Software.
1. Wir schaffen Werte vor Ort: Das gilt für unsere Werke in Shenyang. Unser Motorenwerk. Und das neue Batteriezentrum. Im Joint Venture BBA.
2. Wir haben schnell auf das veränderte Umfeld reagiert: Wir bündeln Entwicklungs- und Einkaufsleistungen. Wir senken die Kosten, weil wir mehr lokal einkaufen. Unsere neue Vertriebsstruktur kommt schneller voran.
3. Digitalisierte Fahrzeuge: Das ist in China ein echter Knackpunkt. Wir haben starke lokale Technologiepartner an unserer Seite: Momenta. DeepSeek, Alibaba Banma. Gemeinsam integrieren wir Innovationen in unsere Modelle.
Lokale Relevanz. Geschwindigkeit. Software.
Das sind die Voraussetzungen, um unsere Position im Wettbewerb zu stärken. Auch in China kommt uns zugute, dass BMW im Dialog mit der Politik ist: In der Provinz Liaoning. Und auf nationaler Ebene. Im Februar war ich Teil der Wirtschaftsdelegation von Bundeskanzler Merz in China.
Es ist ganz klar: Wir wollen in China wieder wachsen. Unser Ansatz
dafür lautet: In China. Für China. Mit China. Wir entwickeln Produkte
nach den Wünschen der chinesischen Kundinnen und Kunden. Erst vor
wenigen Wochen haben wir in Peking drei neue BMW Modelle präsentiert:
Den 7er.
Sowie die Langversion des iX3*. Und des i3. Diese
Langversionen sind die chinesischsten Autos, die wir je gebaut haben.
Die Medien waren begeistert. Von der Fahrdynamik. Und vom digitalen
Erlebnis des iX3L.
In China. Für China. Mit China. Dazu gehört auch: Wir exportieren aus China. Hier treffen uns die Strafzölle der EU-Kommission. Sie gelten auf Importe von vollelektrischen Fahrzeugen aus China. Sie gehören zu den höchsten Zollsätzen, die wir entrichten müssen. Wir meinen: Das kann nicht im Interesse der EU sein. Zölle sind ein Bumerang. Wer zahlt sie? Die Kunden. So auch die Zölle zwischen der EU und den USA. Für Importe in die USA gelten 15 Prozent. Für uns heißt das: höhere finanzielle Aufwendungen.
Im Gegenzug würden wir vom neuen Zollsatz für Importe in die EU profitieren. Er soll auf 0 Prozent sinken. Die Betonung liegt auf „soll“. Denn: Umgesetzt ist die neue Regelung von der EU bisher nicht.
Die Zolldebatte bleibt dynamisch und komplex. Grundsätzlich steht
fest: Zölle schützen nicht. Sie schaden. Und zwar allen Seiten. Ein
weltweiter Produktions- und Lieferverbund ist eine Stärke. Eine
Industrie – vermeintlich geschützt von Zollmauern – ist schwächer. Und
sie schrumpft. Davor warnen wir. Überall wo wir politisch unterwegs
sind. Wer, wenn nicht wir in Europa, wissen:
Export und freier
Handel sind die Basis für Innovation. Und für Arbeitsplätze. Die
EU-Kommission meint es oft gut. Gemacht wird es dann aber schlecht.
Etwa der aktuelle Vorstoß „Made in Europe“.
Für jede industriepolitische Maßnahme muss gelten: Sie beachtet, dass Exporte Wertschöpfung fördern. Vor allem in Deutschland. Und sie sichert Kontinuität in der Kooperation mit internationalen Handelspartnern. Für unsere Branche ist das ganz entscheidend. Sie ist weltweit vernetzt. Gerade die E-Mobilität ist nicht möglich ohne globale Wertschöpfungsketten.
Ein weiteres Beispiel für „gut gedacht – schlecht gemacht“: Die
CO2-Vorgaben ab 2035. Der aktuelle Vorschlag ist eben nicht
technologieoffen. Außerdem ignoriert er die Realität am Markt. Für
mehr als 90 Prozent des Fahrzeugvolumens soll es bei einem faktischen
Verbot bleiben. EU-weit. Dazu sind strenge Quoten geplant: für
elektrifizierte Firmenflotten. Nach dem Verbot beim Angebot soll das
Verbot bei der Nachfrage kommen. Das nützt weder den Kunden. Noch der
Industrie in Europa. Und auch nicht der Umwelt. Wenn wesentliche Teile
der Wertschöpfungskette für E-Mobilität nicht in Europa liegen werden,
macht uns das einseitig abhängig. Das Europäische Parlament und der
Europäische Rat stehen hier in der Verantwortung. Das darf so
nicht bleiben.
BMW zeigt doch, wie es funktioniert: Technologieneutral.
Unsere Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb werden weiter nachgefragt. Und auch sie können mit erneuerbaren Kraftstoffen eine noch bessere Klimabilanz erreichen. Parallel wachsen wir: Mit vollelektrischen Modellen. Kurz BEV. Und mit unseren Plug-in-Hybriden. Kurz: PHEV.
Wir unterbieten den CO₂-Zielwert der EU. Kontinuierlich. Auch 2025. Und das sogar deutlich. Um 2,9 Gramm. Wir haben 2025 in Europa Flottenemissionen von unter 90 Gramm CO₂ pro km erreicht. Nach unseren vorläufigen Berechnungen. Und das ausschließlich durch eigene Anstrengungen. Kein „Pooling“ mit anderen Herstellern. Kein „Averaging“ über mehrere Jahre.
Wir setzen uns eigene Ziele. Realistisch. Verlässlich. Ambitioniert. Für uns zählt der gesamthafte Impact. Das heißt: Jede Tonne CO2, die nicht emittiert wird. Dabei wird der CO2-Fußabdruck in der Lieferkette immer relevanter.
Die Gesamtbilanz entscheidet über die Klimawirkung. Nicht nur der
Antrieb. 36 Millionen Teile benötigen unsere Werke. Jeden Tag. Dafür
sorgen 2.700 direkte Lieferanten. 65.000 in der zweiten Reihe. Bis
2030 wollen wir 40
Millionen Tonnen CO2 einsparen.
Mindestens. Gegenüber 2019. Das wissen Sie bereits.
Jetzt nehmen wir uns noch mehr vor: Bis 2035 sollen es noch einmal 20 Millionen Tonnen CO2 weniger sein. Sie sehen: Wir sind auf Kurs für NET ZERO 2050. Dazu nutzen wir noch mehr Sekundärmaterial. Und CO2-freie Energien.
Der Standort Deutschland hat in Europa viel Gewicht. Hier greifen akademische Forschung, technologische Entwicklung und industrielle Umsetzung eng ineinander.
Gleichzeitig fallen wir jedoch zurück: Die Kosten für Energie und Arbeit liegen viel höher als in anderen Ländern. Die EU-Kommission belohnt nicht Innovation und Exportorientierung. Sondern Downsizing. Sie ersetzt funktionierende Marktmechanismen durch Verbote und Protektionismus. Die Folgen dieser Entwicklung spüren wir bereits.
BMW hält dagegen! 2025 haben wir an unserem Heimatstandort über eine Million Fahrzeuge gefertigt. Rund ein Viertel der gesamten Auto-Produktion in Deutschland stammt inzwischen von BMW. Unsere Werke sind gut ausgelastet:
• Regensburg war 2025 unser volumenstärkstes Werk in Deutschland im „Drei-Schicht-Betrieb“.
• Leipzig ist unser einziges Werk, das BMW und MINI Fahrzeuge auf einem Band fertigt. Auch dort fahren wir drei Schichten.
• In unserem Stammwerk München steht der neue BMW i3 in den Startlöchern. Ab 2027 produziert das Werk nur noch BEVs. Wir haben es rundum erneuert. Nach den Prinzipien der BMW iFactory. Und 650 Millionen Euro investiert.
• In Dingolfing ist gerade das 2-millionste BEV vom Band gelaufen: Ein BMW i5*, den wir nach Spanien liefern.
Nicht nur in Deutschland – weltweit können wir verschiedene Modelle und Antriebe auf einem Band fertigen. Wenn die Nachfrage schwankt, gleichen wir das aus.
Ihr Unternehmen, werte Aktionärinnen und Aktionäre, bleibt finanziell solide, handlungsfähig und investitionsfähig. 2026 sollen unsere Auslieferungen auf Vorjahresniveau liegen. Auch unsere BEVs. Mit unseren E-Modellen sind wir zuletzt stark gewachsen. Jahr für Jahr. Jetzt wirken sich Modellzyklen aus. Die Dynamik der Marktregionen und die Regulierung verändern sich. In den USA wie auch in China wird die E-Mobilität nun weniger gefördert.
Anders in Europa: Im ersten Quartal verzeichnen wir mit BMW die höchsten Auftragseingänge, die wir jemals in einem Quartal erreicht haben. Für die BEVs liegen wir dabei mehr als 60 Prozent über Vorjahr. Allein der BMW iX3 wurde seit der IAA deutlich über 50.000 Mal bestellt. Und bei den Verkaufszahlen von vollelektrischen Fahrzeugen haben wir in Europa das hohe Niveau des Vorjahres übertroffen. Auch das zeigt: Die Weltregionen entwickeln sich unterschiedlich. Umso stärker greift unser technologieneutraler Ansatz. Wir haben ein starkes Momentum. Bei allen Marken. Und allen Antriebsarten.
Damit komme ich zum zweiten Punkt:
Das Rennen ist eröffnet:
Die NEUE KLASSE entfaltet ihr Potenzial und begeistert.
Meine Damen und Herren,
viele von Ihnen waren 2025 bei unserer Hauptversammlung
in der Olympiahalle dabei: Wir hatten Ihnen die ersten beiden Serienmodelle der NEUEN KLASSE live gezeigt. Damals waren sie noch mit einer Tarnfolie versehen. Heute ist der iX3 auf der Straße unterwegs.
Und den i3 haben wir bereits vorgestellt. Im Januar haben wir den ersten Kunden ihren iX3 übergeben. Seit März steht der iX3 in den Showrooms in Europa. Die USA und Asien folgen in den nächsten Monaten.
Mit dem iX3 gewinnen wir viele Neukunden. In Deutschland etwa ist jeder dritte, der dieses Modell bestellt, zuvor nicht BMW gefahren. Den iX3 produzieren wir in Debrecen. Im neuen Werk. Die Nachfrage ist hoch. Deshalb haben wir im Februar die zweite Schicht eingeführt. Deutlich früher als geplant.
805 Kilometer nach WLTP. Das schafft der iX3 mit nur einer Ladung Strom. Unsere Ingenieurinnen und Ingenieure testen gerne Grenzen aus. Sie wollten zeigen: Da geht noch mehr. Ein kleines Team ist mit dem iX3 von Debrecen nach München gefahren. Exakt 1.007 Kilometer. Ohne Laden. Das hat noch niemand mit einem Fahrzeug dieser Klasse geschafft. Am Ziel in der BMW Welt waren sogar noch zwei Prozent Energie in den Hochvoltspeichern vorhanden. Eine Rekordfahrt! Sie zeigt die Potenziale der Technologien in der NEUEN KLASSE.
Mit der 8. Generation des 3er bringen wir die NEUE KLASSE nun mitten in das Herz der Marke BMW.
* * *
Film-Einspieler.
* * *
Meine Damen und Herren!
Es gibt Autos, die Teil der Geschichte sind. Und es gibt Autos, die Geschichte schreiben. Der BMW i3 gehört definitiv zur zweiten Kategorie. Zusammen mit rund 40.000 Mitarbeitenden haben wir die Premiere des i3 gefeiert. Die Stimmung war fantastisch. Im BMW Park. In München. Wir starten die Serienproduktion im August. Kurz darauf kommt er nach Europa.
Die technischen Daten des i3 lesen sich wie eine Trumpfkarte im Autoquartett: Bis zu 900 Kilometer Reichweite. Nach WLTP. In zehn Minuten lädt er Energie für bis zu 400 Kilometer. Möglich macht das der E-Antrieb der 6. Generation. Mit 800 Volt Technologie. Der BMW i3 nutzt alle Technologien, die wir für die NEUE KLASSE entwickelt haben – für: Antriebsstrang. Fahrdynamik. Batterietechnologie. Bedienkonzept. Digitales Fahrerlebnis.
Die 3er Reihe ist mehr als die Limousine. Das wird auch künftig so sein. Bei Familien und Geschäftskunden ist der 3er Touring sehr beliebt. Darum haben wir dieses Modell bereits bestätigt.
Untrennbar mit BMW verbunden ist: Unsere M GmbH. 2027 kommt der erste vollelektrische M. Auch dieses M Modell wird auf der Rennstrecke brillieren, wenn Sie das wollen. Dank der Technologien der NEUEN KLASSE.
Den Kern der NEUEN KLASSE bildet eine komplett neue elektronische und digitale Architektur. Viele Funktionen werden durch Software ermöglicht, erweitert. Und kontinuierlich verbessert. Neue Funktionen oder Updates spielen wir ganz einfach per Mobilfunk oder WLAN auf. Wir können schneller reagieren. Innovationen skalieren. Und regionale Kundenwünsche erfüllen.
Nehmen Sie unser „Panoramic iDrive“. Es verbindet Anzeige. Bedienung. Und intelligente Sprachsteuerung: Intuitiv. Fahrerorientiert. Typisch BMW. Und gleichzeitig lokal anpassbar: In China arbeiten wir dafür mit „Alibaba Banma“ zusammen. Gemeinsam bringen wir die nächste Generation der Sprachsteuerung in unsere Fahrzeuge. Und den „BMW Intelligent Personal Assistant“ erweitern wir um Funktionen des chinesischen KI-Sprachmodells „DeepSeek“. In Europa und anderen Märkten setzen wir künftig auf Alexa+.
Damit wird der Sprachassistent noch vernetzter, intelligenter und
persönlicher. Wir nutzen Technologiecluster. Unser Ansatz ist modular.
So können wir marktspezifische Funktionen schnell und gezielt ins
Fahrzeug integrieren. Als Teil eines global skalierbaren Systems. Wir
stärken dazu unsere Kapazitäten bei Forschung und Entwicklung in den
Regionen. Die NEUE KLASSE macht uns flexibel, regionale Anforderungen
präzise abzubilden. Das gilt auch für unsere Fahrerassistenzsysteme.
Unser Anspruch lautet: Intelligent.
Symbiotisch. Und vor allem
sicher. Auch hier haben wir starke Partner: In China arbeiten wir mit
Momenta. Ein führender Anbieter für ADAS-Technologie. Außerhalb Chinas
kooperieren wir mit Qualcomm.
Mit der Software-definierten NEUEN KLASSE behalten wir die Kontrolle über unsere Systeme: Wir können Innovationen weltweit ausrollen. Parallel können wir lokale Tecnologiestacks schnell integrieren. So entsteht ein BMW, der überall auf der Welt ein BMW bleibt. Trotzdem bietet er überall genau die Funktionen, die die Kunden vor Ort erwarten.
Damit zum dritten Schwerpunkt, der unseren BMW Weg aktuell ausmacht.
Was denken Sie: Wie viele globale Hersteller gibt es in unserer Industrie? Nicht mal eine Handvoll. BMW gehört dazu.
Was bedeutet GLOBAL in diesem Kontext? Natürlich ein globaler Fußabdruck: Bei Produktion. F&E. Vertrieb. Wir nennen es: local-for-local. So sichern wir den Zugang zu einzelnen Märkten. Wir stärken unsere Lieferketten vor Ort und werden resilient.
Ein Beispiel sind unsere fünf neuen Standorte für Hochvoltbatterien. In Europa. In Amerika. Und in China.
Ein globaler Hersteller besitzt globale Marken: BMW. MINI. Rolls-Royce. BMW Motorrad. Wir unterbreiten in allen wesentlichen Segmenten ein Angebot: vom urbanen Kleinwagensegment. Bis zur absoluten Luxusklasse.
Und nun kommt BMW ALPINA hinzu. Eine hochexklusive Marke mit Tradition. Mit BMW ALPINA erschließen wir ein wachstumsstarkes und hochprofitables Segment. Es liegt über den Topmodellen der Marke BMW. Und unterhalb unserer Luxusmarke Rolls-Royce.
Auch bei den Antrieben bieten wir in allen relevanten Segmenten batterieelektrische Modelle an. Bis Jahresende werden es 20 BEVs sein. Über alle Marken. Auch unsere Plug-in-Hybride bleiben wichtig. 2028 kommt bei BMW ein weiterer Antrieb hinzu: Wasserstoff. Dann wird die nächste Generation unseres BMW X5 mit fünf Antriebsvarianten erhältlich sein.
Werte Aktionärinnen und Aktionäre!
Resilienz ist ein Begriff, der gerade oft verwendet wird. Wir gehen
einen Schritt weiter: Wir machen BMW antifragil. Das bedeutet mehr als
widerstandsfähig. Resiliente Unternehmen überstehen
Herausforderungen.
Antifragile Unternehmen nutzen sie, um besser
zu werden und an ihnen zu wachsen.
Mit diesem Mindset wird aus Unsicherheit strategische Klarheit. Aus Druck wird Momentum. Und aus schwierigen Umständen entstehen wegeisende Impulse, die unser Unternehmen noch stärker machen.
Dafür sorgt unsere weltweite Mannschaft. Im Herbst haben wir wieder alle Mitarbeitenden befragt. Über 90 Prozent von Ihnen sagen: Wir stehen hinter den Zielen. Und hinter der Strategie. Und 92 Prozent sagen: Wir sind stolz bei BMW zu arbeiten.
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Film-Einspieler.
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Das ist echt. Das ist aufrichtig. Das ist unser Spirit bei BMW.
Werte Aktionärinnen und Aktionäre!
Bei BMW steht nie der Einzelne im Mittelpunkt. Nicht der Vorstand. Auch nicht der CEO. Es sind unsere Produkte. Unsere Marken. Das Unternehmen. Und unser Erfolg.
Dafür arbeiten wir und setzen uns ein. Weil wir es können – und wollen. Weil es einen Sinn ergibt. Potenziale entfaltet. Und weil es Freude bereitet – den Kundinnen und Kunden. Wie auch uns. In der täglichen Arbeit.
Fast sieben Jahre war ich in der Verantwortung. Für Ihr Unternehmen. Seit August 2019. Sieben Monate nach meinem Antritt kam Corona. Die Welt stand still. Unsere Werke ebenfalls. Auch danach blieben die Zeiten bewegt. Sie wissen das. Wir haben investiert. Und die NEUE KLASSE initiiert. Ein Mega-Projekt. Heute steht sie hier. Und wir machen weiter. So wie wir das immer tun. Bei BMW. Seit 110 Jahren.
Ab morgen übernimmst Du, lieber Milan Nedeljković, den Vorstandsvorsitz. Wir beide haben im Vorstand gut zusammengearbeitet. Strategie-Arbeit ist Vorstands-Auftrag. Unsere Strategie ist langfristig ausgerichtet.
Dabei denken und planen wir in Szenarien.
Entscheidungen treffen wir im Vorstand gemeinsam. Wir setzen sie um. Einvernehmlich und geschlossen. Alles geschieht mit dem Blick nach vorn.
Konsequent und unaufgeregt.
So wurde auch der Vorstandswechsel entschieden und kommuniziert. Ich wünsche Dir, Milan, und dem Vorstandsteam weiterhin viel Kraft zum Gestalten. Sie, meine Damen und Herren, im Aufsichtsrat begleiten uns. Kritisch-konstruktiv. Im Stil von BMW. Und der ist lösungsorientiert. Für den gemeinsamen Erfolg.
Der gesamte Aufsichtsrat ist bei den Hauptversammlungen anwesend. Das unterstreicht auch sichtbar den Rückhalt, den Sie uns gewähren, meine Damen und Herren. Wer investiert, erwartet, dass sich das lohnt, werte Aktionärinnen und Aktionäre.
Bei der BMW Group gibt es viele profunde Gründe, dass dies auch in der Zukunft so sein wird.
Ich sage: Danke für 35 intensive Jahre BMW!
CO2-Emissionen & Verbrauch.
BMW iX3 50 xDrive: Energieverbrauch kombiniert: 17,9–15,1 kWh/100 km (WLTP); CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km (WLTP); CO₂-Klasse(n): A; Elektrische Reichweite: 678–805 km (WLTP)
BMW i5 eDrive40 Limousine: Energieverbrauch kombiniert: 17,9 kWh/100 km (WLTP); CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km (WLTP); CO₂-Klasse(n): A; Elektrische Reichweite: 513–627 km (WLTP)