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MINI Race Challenge: Zwei neue MRC-Sieger beim Slalom Interlaken.
Tue Jul 12 12:00:00 CEST 2005 Pressemeldung
Im dritten Jahr ihres Bestehens war die MINI Race Challenge zum ersten Mal bei einem der attraktivsten Slaloms in der Schweiz zu Gast. Prompt gab es in Interlaken zwei neue Sieger.
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Christian Masanz
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Im dritten Jahr ihres Bestehens war die MINI Race Challenge zum ersten Mal bei
einem der attraktivsten Slaloms in der Schweiz zu Gast. Prompt gab es in
Interlaken zwei neue Sieger.
Die Aufnahme des Slaloms Interlaken in den Rennkalender der MINI Race Challenge
(MRC) - der ACS-Sektion Bern sei an dieser Stelle Dank - empfanden die 28
Fahrerinnen und Fahrer als absolute Bereicherung. «Ein toller Kurs! Ich liebe
solche Strecken», schwärmte Markus Hänni, der Cooper S Sieger beim letzten
Slalom in Romont. «Hier ist es sensationell! Man kann und muss sein Auto hier
richtig fliegen lassen», urteilte Remo Friberg. Der Appenzeller sagte dies
nicht bloss, er tat es auch: Mit zwei klaren Laufbestzeiten gewann er die
Klasse der serienmässigen Cooper S. Mit dem sechsten «Zwanziger» in sieben
Wertungen braucht der schnelle Mann aus Niederteufen im Prinzip nur noch zwei
«volle» Siege, um die Gesamtwertung der Kategorie für sich zu entscheiden.
Als Zweiter bei den Cooper S war auch Markus Hänni (Gurzelen) keineswegs
unzufrieden. Der Berner fährt im Gegensatz zu Friberg oder Fredy Eckstein
(Bassersdorf) noch ein Modell der «alten» Generation. «Ich weiss ja nicht,
wieviel der neue Cooper mit der besseren Übersetzung tatsächlich bringt. Im
Vergleich zum letzten Jahr läuft es mir nämlich eher noch eine Spur besser»,
glaubt der letztjährige Meister seiner Klasse.
Sein erstes diesjähriges Gastspiel als Doppelstarter auf dem Auto seines
Bruders Daniel beendete Reinhard Hauri (Küttigen) als exzellenter Dritter,
während sich Daniel mit dem eher enttäuschenden sechsten Platz bescheiden
musste. «Im ersten Lauf fuhr ich ganz auf Angriff und habe gleich vier Pylonen
erwischt. Im zweiten, auf Sicherheit gefahrenen Durchgang war ich dann um zwei
Sekunden langsamer als im Training», erklärte Daniel Hauri, gab aber zu: «Weils
mein Bruder ist, mag ich ihm den dritten Platz gönnen.»
Nicht nur Fredy Eckstein, der 2005 nicht mehr so auf Touren zu kommen scheint,
auch Urs Eiselin war bei seinem ersten Start schneller als Hauri. Der
Snowboard-Vizeweltmeister aus Udligenswil steuert seit Interlaken das Gastauto
von MINI Schweiz. Bei seinem ersten Auftritt auf vier Rennrädern hinterliess
Eiselin einen ebenso überzeugenden Eindruck wie auf dem Brett im Schnee. «Das
hat wirklich Spass gemacht. Ich freue mich auf mögliche weitere Einsätze»,
meinte der Luzerner, den das Team des Fernsehsenders VIVA Schweiz natürlich auf
Schritt und Tritt verfolgte.
Dass Speed allein bei Slaloms nicht zählt, erfuhr Richie Schöller bei den
serienmässigen Cooper ohne Kompressor auf bittere Weise. Der Winterthurer hätte
mit seiner Trainingsbestzeit gewonnen, doch machte er im ersten wie im zweiten
Rennlauf einen Torfehler, kassierte dafür jeweils zehn Strafsekunden und fand
sich am Ende nur auf dem vierten Rang wieder. «Ich hätte ja mit über drei
Sekunden Vorsprung gewonnen», raufte sich Schöller beim Blick auf die
offizielle Rangliste die Haare. «Im zweiten Lauf habe ich ungezwungen das
letzte Tor vor dem Ziel gestreift. Ich hätte es viel ruhiger angehen lassen
können und noch immer gewonnen. Aber mit Torfehlern gewinnt man halt keine
Slaloms.»
Nicht so schnell, aber regelmässiger und vor allem fehlerfrei war dafür Armin
Saurer (Gunten) unterwegs. Der Berner gewann die Klasse nach Schöllers
Zeitstrafe mit fast drei Sekunden Vorsprung auf den erneut überraschenden Franz
Stadelmann (Oberkirch). Der Luzerner führt damit nach wie vor die
Zwischenrangliste seiner Klasse an. Er selbst und seine Konkurrenten sehen sein
Erfolgsrezept in der akribisch genauen Vorbereitung vor den Renneinsätzen. «Ich
habe jetzt wirklich alles im Griff, das Auto, den Pneudruck und die
Temperaturen nach jedem Lauf, und ich studiere den Streckenverlauf sehr genau.
Das trägt sicher zum Erfolg bei», schmunzelt der 57-Jährige. Obendrein besitzt
er gute Nerven, denn nur sein zweiter Lauf kam in die Wertung. Als Dritter
egalisierte MRC-Cosponsor Ueli Kohler (Quality 1) sein bisher bestes Ergebnis
von Tuttlingen. Sein Mitarbeiter Norbert Maechler (Buttikon) klassierte sich
bei seiner Rennpremiere als guter Fünfter.
Interessant gestaltete sich in Abwesenheit von Ralph Brunner (Goldach), dem
Seriensieger der Tuning-2-Klasse, der Kampf um den Tagessieg in der MINI Race
Challenge. Brunners Absenz hatte unerwartete Folgen in der Tuning-1-Klasse der
wenig modifizierten Cooper. Hier kam der Liechtensteiner Marco Wohlwend
(Eschen) zum ersten Sieg in seiner noch jungen Karriere. Der noch nie
bezwungene Urs Hintermayer (Langrickenbach) wurde im ersten Lauf eliminiert, im
zweiten touchierte er ein Tor und wurde so trotz der absoluten schnellsten
Mini-Zeit nur noch Zweiter. «Weil Ralph nicht da war, hatte ich mir heute den
Tagessieg zum Ziel gesetzt. Aber ich wollte zuviel», gab Hintermayer nachher
zu. Seine «Trauer» hielt sich jedoch in Grenzen, denn mit Wohlwend hat ein
Fahrer aus dem von Hintermayer geleiteten Collaction-Team gewonnen. «Urs war
bisher so überlegen, dass ich nie mit einem Sieg rechne. Es war
demoralisierend, als ich seine 2'55er-Zeit sah, aber ich wusste ja nicht, dass
er einen Torfehler gemacht hatte», bekannte Wohlwend.
Auch mit dem zweiten Platz bleibt Hintermayer zusammen mit dem punktegleichen
Remo Friberg der Favorit auf den MRC-Gesamtsieg. Sandra Plüss (Wettswil)
wechselte sich mit Hintermayer am Steuer dessen Collaction-MINI ab, und mit
Rang 3 vor vier weiteren Konkurrenten bewies sie einmal mehr ihr Talent.
Bereits hat Sandra einen neuen Cooper S bestellt, und man darf gespannt sein,
wie sie sich damit schlagen wird.
Den Tagessieg errang einer von Brunners Gegnern in der Tuning-2-Klasse. Nach
dem ersten Lauf lag Peter Kubli (Oberbalm) noch knapp vor den beiden ehemaligen
deutschen Challenge-Cooper von Beat Mürner (Spiez) und Neuling Daniel Baumeler
(Wabern). Im zweiten Durchgang vermochte Mürner das Potenzial des mit
Yokohama-A048-Sportreifen bestückten Renn-MINI umzusetzen und sich den ersten
Sieg in der MRC zu sichern. Kublis Leistung ist allerdings genau so
bemerkenswert, immerhin ist sein Cooper weniger stark getunt, trotzdem lag er
am Ende keine vier Zehntelsekunden zurück. Auch der Rückstand von Neuling
Baumeler mit dem Wagen von Felix Marti hielt sich in Grenzen, sodass Brunner
schon beim nächsten Lauf Ende Juli auf dem Anneau du Rhin im Elsass härtere
Konkurrenz erwarten darf.