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BMW Group Personalpolitik: heute an morgen denken / Bündelung von Massnahmen zur Begegnung der demographischen Herausforderungen
Fri Nov 18 12:00:00 CET 2005 Pressemeldung
Die BMW Group begegnet den Auswirkungen der demographischen Entwicklung mit einem umfassenden Massnahmenpaket mit fünf Schwerpunktthemen. Dabei geht es darum, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen, also einerseits Mitarbeiter beschäftigungsfähig zu halten und andererseits darum, weiterhin gezielt Modelle zum Altersaustritt anbieten zu können.
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Beda Durrer
BMW Group
Die BMW Group begegnet den Auswirkungen der demographischen Entwicklung mit
einem umfassenden Massnahmenpaket mit fünf Schwerpunktthemen. Dabei geht es
darum, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen, also einerseits
Mitarbeiter beschäftigungsfähig zu halten und andererseits darum, weiterhin
gezielt Modelle zum Altersaustritt anbieten zu können. "Wenn wir mit einer
älteren Belegschaft Leistung auf gleich bleibend hohem Niveau erzielen wollen,
müssen wir die Arbeitsstrukturen und die Rahmenbedingungen anpassen", erklärt
Ernst Baumann, Mitglied des Vorstands der BMW AG. "Durch das Bündeln der
Aktivitäten schaffen wir uns einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil."
Die fünf Handlungsfelder sind Qualifizierung, Gesundheit, Arbeitsumfeld,
Altersaustrittsmodelle sowie die Schärfung des Bewusstseins für die
demographischen Veränderungen.
Qualifizierung als Voraussetzung für wettbewerbsfähige Unternehmen
Im Handlungsfeld Qualifikation geht es um die Forderung nach lebenslangem
Lernen. Unabhängig von einer alternden Belegschaft fordern zunehmender
Wettbewerb und Technologie-Veränderungen von Mitarbeitern noch häufiger als
bisher neue Tätigkeiten oder Arbeitsinhalte zu übernehmen. Qualifizierung ist
aber auch im Hinblick auf die Sensibilisierung für die Herausforderungen und
Chancen einer älter werdenden Belegschaft und für das eigene Altern und dessen
Auswirkungen zu sehen. Führungskräfte und Mitarbeiter werden hierzu in
Seminaren geschult.
Gesundheit und Gesundheitsprävention
Einen zweiten Schwerpunkt bilden Themen rund um Gesundheitsförderung und
Gesundheitsprävention. Die BMW Group verbessert kontinuierlich die
Arbeitsbedingungen. Zur Gesundheitsprävention tragen Fitnessangebote und
physiotherapeutische Einrichtungen in eigenen Räumen bei. Zudem gibt es an
allen BMW Group Standorten eine umfangreiche medizinische Betreuung sowie
Programme zu Gesundheitsthemen. In Gesundheitstrainings kombinieren wir
entsprechende Theorie mit einer im Alltag umsetzbaren Praxis.
Ergonomische Arbeitsumfelder für längere Leistungsfähigkeit
Ergonomisch eingerichtete Arbeitsplätze in Büros und vor allem in der Fertigung
tragen dazu bei, körperliche Belastungen weitgehend zu vermeiden. Im Rahmen des
Anlaufes des neuen BMW 3er wurden über 25 Millionen Euro allein im Werk München
für die Gestaltung ergonomisch optimierter Arbeitsplätze investiert.
Bedarfsgerechte Austrittsmodelle weiterhin erforderlich
Trotz aller Vorsorgemaßnahmen kann nicht jeder Mitarbeiter körperlich fordernde
Tätigkeiten bis ins hohe Alter ausführen. Daher sollte der Gesetzgeber bei der
Festlegung der Altersgrenzen für einen Rentenbezug pauschale Standardlösungen
vermeiden und neben der Regelaltersgrenze auch vorgezogene Altersrenten
grundsätzlich weiterhin ermöglichen. Ziel der BMW Group ist es, ihren
Mitarbeitern auch künftig Programme anzubieten, die einen bedarfsgerechten
Altersaustritt ermöglichen. Das Hauptkriterium für eine solche Lösung wird -
neben den gesetzlichen Rentenzugangsmöglichkeiten - die Finanzierbarkeit sein.
Ein erster Schritt erfolgte in diesem Jahr: In Zusammenarbeit mit dem
Betriebsrat wurden durch die Umschichtung von Teilen der BMW Erfolgsbeteiligung
Mittel zurückgelegt, um finanzielle Gestaltungsspielräume für vorzeitige
Altersaustritte zu erhalten. Dieser "Zukunftsvertrag für die Jugend" schafft
die Voraussetzung, durch den Ersatz von ausscheidenden älteren Mitarbeitern
auch weiterhin junge Menschen einstellen zu können.
Um den Erfolg dieser Massnahmen sicherzustellen, müssen alle an einem Strang
ziehen: Die Unternehmen sind gefordert, für ihre Mitarbeiter
leistungserhaltende Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Mitarbeiter wiederum
sind für ihre Gesundheit und den Erhalt ihrer Kompetenz in Zukunft weitaus
stärker selbst verantwortlich als in der Vergangenheit.