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MINI Challenge Switzerland. Lauf am Bergrennen Oberhallau.
Thu Sep 09 10:21:00 CEST 2010 Pressemeldung
Mahler eine Klasse für sich Nach Reitnau stand am vergangenen Samstag in der MINI Challenge Switzerland für die beiden Kategorien John Cooper Works und Racing das zweite Bergrennen dieser Saison auf dem Programm. Ralph Burget und Hannes Mahler bewiesen ihre Stärke in dieser Disziplin, gingen sie doch auch in Oberhallau als Klassensieger hervor.
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Mahler eine Klasse für sich
Nach Reitnau stand am vergangenen Samstag in der MINI Challenge Switzerland für die beiden Kategorien John Cooper Works und Racing das zweite Bergrennen dieser Saison auf dem Programm. Ralph Burget und Hannes Mahler bewiesen ihre Stärke in dieser Disziplin, gingen sie doch auch in Oberhallau als Klassensieger hervor.
Zuerst wurde zwar die Vorfreude der MINI-Piloten auf ihr zweites Bergrennen durch durchzogene Wetteraussichten etwas gedämpft. Die schnelle Piste von Oberhallau ist nämlich bei Nässe nicht ohne Tücken. Nachdem es am frühen Morgen noch stark geregnet hatte, trocknete der Parcours jedoch zusehends ab, und gegen Ende des Tages machte sich sogar blauer Himmel über den Klettgauer Rebbergen breit. Riesenfelder und etliche Zwischenfälle beim Training der übrigen Kategorien brachten den Zeitplan zwar durcheinander, dank des Entscheids der Rennleitung, den dritten Rennlauf der MINI-Piloten etwas vorzuziehen, war aber deren Programm nie in Gefahr.
Burget baut Vorsprung aus
In der Klasse John Cooper Works konnte sich zwar Ralph Burget mit einer Gesamtzeit von 3’15'920 gegenüber dem Vorjahr nicht verbessern, dennoch rückte der Liestaler auf Rang 1 vor, standen ihm doch diesmal die beiden Streithähne von 2009, Hannes Mahler und Fabio Nassimbeni, nicht vor der Sonne. Der Seengener startete wie in Reitnau in der Race Klasse, und Cooper-S-Animator Nassimbeni wäre zwar gerne erneut in Oberhallau angetreten, musste sich aber schliesslich mit “Taxifahrten“ auf seinem üblichen Einsatzauto begnügen. Seine Anfrage an Urs Hintermayer kam nämlich zu spät, hatte doch Collaction den “Mietwagen“ für dieses Rennen bereits an den Zürcher Hans-Ruedi Weidmann vergeben.
Patrick Julmi hegte im Training leise Hoffnungen, seinen Dauergegner nach zwei Niederlagen in Folge wieder einmal bezwingen zu können. Burget hatte allerdings auf der noch feuchten Piste bloss etwas mehr Vorsicht walten lassen als der Berner. Bereits beim dritten Versuch lag er in Front, und in jedem der drei Rennläufe nahm er Julmi erneut entscheidende Zehntel ab. Der Schwyzer Philipp Schelbert lag als Dritter schon beinahe sechs Sekunden im Hintertreffen. Gentleman-Driver Weidmann wurde zwar bei seinem ersten Einsatz nur Fünfter hinter Ruedi Bleichenbacher, dennoch war er am Abend mehr als zufrieden: „Im Vergleich zu meinem Cooper S ist dieses Auto eine andere Welt. Es lenkt nicht nur viel spontaner ein, sondern auch Traktion und Bremsen sind bei dieser getunten Version deutlich effizienter. Ich musste mich erst an die Grenzen herantasten, aber trotzdem hat das Experiment riesigen Spass gemacht.“
Mahler musste zittern
Hannes Mahler hatte für Oberhallau bei Teamkollege Patrick Frei dessen Race Cooper reaktiviert, und nicht überraschend war er nach dem Training haushoher Favorit in dieser Klasse. Zum einen verzichtete Vorjahressieger Fredy Eckstein auf einen Start, weil er dies mit seiner Funktion als OK-Mitglied des Bergrennens nicht unter einen Hut gebracht hätte und er seine Chancen in der diesjährigen MINI Challenge infolge grosser beruflicher Beanspruchung ohnehin nur in beschränktem Mass wahrnehmen kann.
Zum andern konnte sich Tabellenleader Daniel Baumeler auf Felix Martis MINI nach deutschem Challenge-Reglement nicht für die schnelle Strecke durch die Hallauer Rebberge erwärmen. Der Berner wirkte eher zurückhaltend, und als er im ersten Rennlauf dennoch beinahe in eine Böschung gerutscht wäre, wurde sein Tatendrang noch mehr gebremst: „Die Hauptsache ist, dass das Auto hier heil bleibt. Hingegen freue ich mich jetzt schon auf mein Heimrennen (Gurnigel) am kommenden Samstag.“
Bis Mahler als überlegender Sieger feststand, musste er aber trotz schwacher Konkurrenz gehörig zittern. Im ersten Rennlauf schaltete nämlich der Motor gleich beim Start aus unerfindlichen Gründen auf das Notprogramm um, und praktisch ohne Ladedruck verlor der Aargauer massiv Zeit. Da allerdings nur die zwei schnellsten der drei Versuche zählten, und der MINI im zweiten Lauf wieder einwandfrei funktionierte, wirkte sich dieses Malheur schliesslich nicht negativ aus. Mahler wollte indessen für den dritten Durchgang auf Nummer Sicher gehen und keine weiteren technischen Probleme riskieren.
So tauschte er kurzerhand mit seiner Freundin Barbara Baeriswyl das Fahrzeug, das ebenfalls ihm gehört. Auch wenn sich Mahler dessen offensichtlich nicht bewusst war, ist eine solche Aktion während eines Rennens nicht statthaft. Von der Rennleitung merkte aber niemand, dass Mahlers Auto zwar die gleiche Startnummer, aber nicht die gleiche Farbe hatte, und weil der über den Wechsel informierte Serienorganisator Marcel Schaub ebenfalls kein Veto einlegte, da er sich des Regelverstosses nicht sofort bewusst wurde, hatte diese Aktion schliesslich keine Konsequenzen. Auf dem wohl potentesten MINI des Feldes stellte Mahler übrigens mit 1’32,897 einen tollen neuen Bestwert für diese Strecke auf, gut drei Sekunden unter Ecksteins bisheriger MINI-Rekordmarke.
Obschon er mit seinem JCW-Cooper nach zusätzlichen Tuningmassnahmen in die Race Klasse gewechselt hat, waren Bernie Wyss’ Zeiten nur unwesentlich schneller als im Vorjahr. Dennoch reichte es dem Zürcher schliesslich zu Rang 2 vor Baumeler und Barbara Baeriswyl, allerdings mit einem Riesenrückstand von beinahe sieben Sekunden auf den Sieger.
Resultate:
Kategorie MINI John Cooper Works: 1. Ralph Burget (Liestal), 3’15,920; 2. Patrick Julmi (Ittigen), 3’16,949; 3. Philipp Schelbert (Steinen) , 3’21,709; 4. Ruedi Bleichenbacher (Flawil), 3’28,106; 5. Hans-Ruedi Weidmann (Höri), 3’29,311.
Kategorie MINI Racing: 1. Hannes Mahler (Seengen), 3’08,586; 2. Bernie Wyss (Fällanden), 3’15,319; 3. Daniel Baumeler (Wabern), 3’15,413; 4. Barbara Baeriswyl (Dielsdorf), 3’22,047.
Stand nach 6 Läufen:
Klasse JCW: 1. Burget 114; 2. Julmi 110; 3. Schelbert 96; 4. Roger Bronner (Laufen) 66; 5. Bleichenbacher 50; 6. Fabio Nassimbeni (Hinwil) 18; 7. Weidmann 12.
Klasse Racing: 1. Baumeler 102; 2. Baeriswyl 82; 3. Wyss 78; 4. Mahler 60; 5. Fredy Eckstein (Bassersdorf) 34; 6. Marco Wohlwend (Mauren) 32