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PressClub Schweiz · Artikel.

MINI Challenge Switzerland: Läufe 3 und 4 auf dem Anneau du Rhin (F).

Kilchenmann siegt im Slalom, Muzzarelli im Sprint.

MINI Challenge
·
MINI
·
Saison 2011

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Beda Durrer
BMW Group

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Beda Durrer
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Kilchenmann siegt im Slalom, Muzzarelli im Sprint.

 

Nach zwei Slaloms stand in der MINI Challenge Switzerland in dieser Saison neben einem weiteren Torlauf erstmals ein Sprint auf dem Programm. Während der amtierende MINI Challenge-Champion beim Slalom wegen Torfehlern dem jungen Thierry Kilchenmann den Vortritt lassen musste, konnte er im Sprint mit einem klaren Sieg seinen Vorsprung im Zwischenklassement weiter ausbauen.

 

Für Sonntag waren die Wetterprognosen wenig verheissungsvoll, und so rechneten alle mit reichlich Schauern. Bei etlichen Teilnehmern lösten derartige Bedingungen wenig Vorfreude aus, ist doch der Anneau du Rhin mit seinen beschränkten Auslaufzonen bei Regen ein eher heikles Pflaster. Strahlender Sonnenschein hob dann die Stimmung zu Beginn des Renntages beträchtlich, und wenn später auch mehrmals drohende dunkle Wolken aufzogen, so blieb doch die Fahrbahn für die MINI Challenge-Teilnehmer stets trocken.

 

Nur als sich beim Sprint, welcher wegen der hohen Anzahl Fahrzeuge in zwei Gruppen ausgetragen wurde, der Himmel plötzlich verfinsterte, sahen die Fahrer der zweiten Hälfte, in der alle Favoriten eingeteilt waren, ihre Felle schon davon schwimmen. Während ihrer Einführungsrunde begann es denn auch leicht zu regnen, die Spritzer auf der Windschutzscheibe hatten aber höchstens eine psychologische Wirkung. Mit warmen Reifen war der Gripp unvermindert, und da die Wolken rasch wieder abzogen, statt sich über der Strecke definitiv zu entleeren, konnten die Cupverantwortlichen aufatmen. So war nämlich die Chancengleichheit nie in Frage gestellt. Ärgerlicher für ambitionierte Piloten war die Tatsache, dass während der Sprints nie eine Zwischenwertung auf dem Monitor erschien, und es damit nicht möglich war, auf schnelle Runden eines Gegners zu reagieren.

 

Der traditionell flüssig ausgesteckte Slalom auf der permanenten Anlage animierte zu aggressiver Fahrweise. Aber wer im letzten Teil des Parcours nicht genügend Tempo wegnahm, riskierte Strafsekunden. Von den schnelleren Fahrern schaffte denn auch kaum einer alle drei Durchgänge ohne Torfehler. Der Berner Thierry Kilchenmann schnitzerte gleich im ersten Versuch, kam aber in den zwei folgenden Läufen optimal durch, was ihm den ersten Saisonsieg eintrug. Marcel Muzzarelli setzte im dritten Versuch alles auf eine Karte und war prompt über sechs Zehntel schneller als Kilchenmann, touchierte dabei aber zwei Tormarkierungen. Trotzdem reichte es für den Tabellenleader zu Rang 2 vor Dino Winsch, der seinerseits Frauenfeld-Sieger Fabio Nassimbeni klar in Schach hielt.

 

Dem welschen Oldie Nicolas Fasel behagen schnelle Pisten und so war sein guter fünfter Platz vor Gion Mark nicht wirklich eine Überraschung. Raymond Stofers Zeit im ersten Wertungslauf hätte zwar für Rang 4 gereicht, aber auch hier notierten die Streckenposten einen verschobenen “Töggel“, so dass sich der Herznacher mit der siebten Position vor Jürg Jucker, Davide Fiorina und Oliver Schlumpf zufrieden geben musste.

 

Im Sprint kam dann Muzzarelli als einziger deutlich unter 1’31’’. Beim hautnahen Zweikampf zwischen Kilchenmann und Winsch wähnte man sich fast an einem Rundstreckenrennen. Beide hatten zwar grossen Spass, einer optimalen Einzelrunde war diese Hetzjagd aber kaum förderlich. Im Alleingang erreichte Kilchenmann später noch die zweitbeste Zeit vor dem langjährigen MINI-Piloten Jürg Jucker, der endlich wieder einmal den Sprung aufs Podest schaffte, und dem ehemaligen Lotus-Spezialisten Dino Wintsch. Hinter Stofer erreichte Gastfahrer Stefan Lüscher den hervorragenden sechsten Platz im 32-köpfigen Feld. Die Abstände in der Spitzengruppe waren übrigens ausgesprochen gering, klassierten sich doch Jucker, Wintsch, Stofer und Lüscher innerhalb von 14 Hunderstelsekunden.

 

Nassimbeni kam auch in dieser Disziplin als Siebter nicht richtig in Schwung, ohne dass er sich den Grund dafür erklären konnte. Ralph Burget (9.) hingegen haderte mit der Abstimmung seines MINI: „Nachdem es in Frauenfeld besser gegangen war, wollten meine Mechaniker das Fahrwerk weiter optimieren, doch auf dem Anneau du Rhin fühlte sich das Auto wieder schwammiger an“. Dass Nicolas Fasel im Sprint weniger auf Touren kam, hatte für den Romand psychologische Gründe: „Die Regentropfen auf der Frontscheibe haben mich zu vorsichtiger Gangart animiert, obschon sie auf der Piste objektiv gesehen keine Wirkung zeigten.

 

In der Kategorie MINI Racing hatte wie erwartet Daniel Baumeler im deutschen MINI Challenge-Fahrzeug die Nase deutlich vorn. Im Slalom wäre ihm allerdings Bernie Wyss ohne Torfehler arg auf den Pelz gerückt, während Fredy Eckstein im Kompressor-MINI als Dritter nur noch knapp schneller war als Kilchenmann bei den seriennahen Modellen. Im Sprint blieb der Zürcher dann schon früh mit einer defekten Antriebswelle stehen, so dass er neben Baumeler und Wyss auch Philipp Schelbert in seinem nicht aufgerüsteten MINI John Cooper Works-Exemplar den Vortritt lassen musste.

 

Resultate:

 

MINI Challenge Switzerland, Slalom und Sprint auf dem Anneau du Rhin, 16.05.2011

 

Kategorie MINI Cooper S:
Slalom:

1. Thierry Kilchenmann (Spiegel), 1’44,95

2. Marcel Muzzarelli (Amriswil), 1'45,28

3. Dino Wintsch (Hombrechtikon), 1’45,60

4. Fabio Nassimbeni (Hinwil), 1'46,18

5. Nicolas Fasel (Fully), 1’46,24

6. Gion Mark (Tann), 1’46,72

7. Raymond Stofer (Herznach), 1'46,92

8. Jürg Jucker (Bauma), 1'47,20

9. Davide Fiorina (Grafstal), 1'47,70

10. Oliver Schlumpf (Aarberg), 1'47,70

11. Marc Hintermayer (Kreuzlingen), 1'47,77

12. Ralph Burget (Arisdorf), 1'47,88

13. Heiko Leiber (Dachsen), 1'48,57

14. Thomas Hofmänner (Kehrsatz), 1’48,57

15. François Grieshaber (Lutry), 1'48,64

 

Sprint:

1. Marcel Muzzarelli (Amriswil), 1'30,434

2. Thierry Kilchenmann (Spiegel), 1’31,162

3. Jürg Jucker (Bauma), 1'31,300

4. Dino Wintsch (Hombrechtikon), 1’31,302

5. Raymond Stofer (Herznach), 1'31,307

6. Stefan Lüscher (Uetliburg), 1’31,314

7. Fabio Nassimbeni (Hinwil), 1'31,384

8. Davide Fiorina (Grafstal), 1'31,422

9. Ralph Burget (Arisdorf), 1'31,489

10. Gion Mark (Tann), 1’31,637

11. Nicolas Fasel (Fully), 1’31,724

12. Heiko Leiber (Dachsen), 1'31,724

13. Oliver Schlumpf (Aarberg), 1'32,355

14. Cédric Baur (Walenstadt), 1’32,637

15. Patrick Bissinger (Lausanne), 1'32,808

 

Kategorie MINI Racing:
Slalom:

1. Daniel Baumeler (Wabern) 1'42,78

2. Bernie Wyss (Fällanden), 1’43,64

3. Fredy Eckstein (Bassersdorf), 1’44,45

4. Philipp Schelbert (Steinen), 1'44,80

5. Roger Bronner (Laufen), 1'46,38

6. Ruedi Bleichenbacher (Flawil), 1’48,44

 

Sprint:

1. Daniel Baumeler (Wabern) 1'24,384

2. Bernie Wyss (Fällanden), 1’26,316

3. Philipp Schelbert (Steinen), 1'27,082

4. Fredy Eckstein (Bassersdorf), 1’28,044

5. Roger Bronner (Laufen), 1'30,176

6. Ruedi Bleichenbacher (Flawil), 1’30,604

 

 

Zwischenklassement nach 4 Läufen:

Kategorie MINI Cooper S: 1. Muzzarelli, 152 Punkte; 2. Kilchenmann 140; 3. Nassimbeni 121; 4. Wintsch 100; 5. Jucker, Mark, und Stofer je 80; 8. Leiber  und Schlumpf je 71; 10. Burget und Fasel je 68.

 

Kategorie MINI Racing: 1. Baumeler 80; 2. Schelbert 64; 3. Eckstein 60; 4. Bleichenbacher 48; 5. Bronner 40; 6. Wyss 36

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