PressClub Schweiz · Artikel.
Mahler gewinnt MINI Challenge in Frauenfeld. Wyss in der Klasse „MINI Racing“ ohne Konkurrenz.
Mon Apr 29 11:02:00 CEST 2013 Pressemeldung
Frauenfeld. Auch in diesem Jahr bildet der Slalom auf dem Kasernenareal von Frauenfeld, der seit dem Bestehen der MINI Challenge Switzerland stets zum Programm gehört, den Saisonauftakt. Eine weitere Tradition wird allerdings gebrochen, herrscht doch am Samstag statt dem üblichen Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen für einmal nass-kalte Witterung vor. Vor dem befürchteten Dauerregen werden Konkurrenten und Zuschauer zwar verschont, gerade die unterschiedlich feuchte Piste stellt jedoch die Aktiven vor eine anspruchsvolle Aufgabe.
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Oliver Peter
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Oliver Peter
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Frauenfeld. Auch in diesem Jahr bildet der Slalom auf dem Kasernenareal von Frauenfeld, der seit dem Bestehen der MINI Challenge Switzerland stets zum Programm gehört, den Saisonauftakt. Eine weitere Tradition wird allerdings gebrochen, herrscht doch am Samstag statt dem üblichen Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen für einmal nass-kalte Witterung vor. Vor dem befürchteten Dauerregen werden Konkurrenten und Zuschauer zwar verschont, gerade die unterschiedlich feuchte Piste stellt jedoch die Aktiven vor eine anspruchsvolle Aufgabe.
Einige haben unter derartigen Bedingungen denn auch Mühe, nach der langen Winterpause gleich wieder den Rhythmus zu finden und voll zu attackieren. Vor allem im ersten Training setzt es etliche Torfehler ab, denn während man an einigen Stellen überraschend spät bremsen kann, verzeiht in anderen Passagen schmieriger Asphalt nicht den kleinsten Fehler. Kaum Angewöhnung erfordert hingegen der neue John Cooper Works Kit, mit dem alle MINI Cooper S Challenge Fahrzeuge über den Winter aufgerüstet worden sind. Dank etwas Zusatzpower im oberen Drehzahlbereich und den verkürzten Schaltwegen fühlen sich die Fronttriebler im Sporteinsatz noch etwas knackiger an, den satteren Sound hingegen nimmt man hingegen praktisch nur von aussen wahr.
Ohne Nassimbeni und Muzzarelli
Nachdem der in Frauenfeld seit 2008 ungeschlagene Fabio Nassimbeni sowie der dreifache Champion Marcel Muzzarelli in andere Serien abgewandert sind, werden die Karten in der MINI Challenge Switzerland neu gemischt. Schlägt nun die Stunde des jungen Berners Thierry Kilchenmann, ist Rückkehrer Hannes Mahler gleich wieder Spitze oder werden regelmässig schnelle Leute wie Dino Wintsch, Gion Mark, Ralph Burget oder Davide Fiorina nachrücken?
Wintsch ist zwar in beiden Trainings auf dem im Vergleich zu 2012 etwas flüssiger ausgesteckten Parcours am schnellsten unterwegs, der Wert seiner Vorgaben ist aber zweifelhaft, kassiert doch der Zürcher Architekt jeweils Strafsekunden. Auch bei Kilchenmann und beim MINI-Neuling Edy Kobelt schleichen sich Fehler ein, Mahlers 2’11,08 sind hingegen “sauber“, und ihre Zwölfer-Zeiten wecken bei Burget, Heiko Leiber, Raymond Stofer, Mark und Fiorina ebenfalls Ambitionen auf einen Spitzenplatz.
Vor dem ersten Wertungslauf hat es wieder etwas geregnet, zudem sind die Reifen nach einer längeren Pause erkaltet. Etliche Piloten gehen vorerst auf Nummer Sicher und gehen davon aus, dass sie bei Bedarf im gleich anschliessenden zweiten Durchgang noch zulegen können. Kilchenmann realisiert mit 2’13,40 Bestzeit vor Mahler, Wintsch, Mark und Fiorina. Für die erste Überraschung im entscheidenden letzten Versuch sorgt dann der im ersten Lauf noch betont verhalten agierende Kobelt, egalisiert er doch den Bestwert des Berners auf die Hundertstelsekunde genau. Obschon von einer schweren Krankheit gezeichnet, ist der 62-jährige Toggenburger, der früher einmal in verschiedenen Kategorien zur nationalen Elite gehört hat, noch immer in der Lage, eine Topleistung abzurufen, selbst wenn er bescheiden meint: „Ich war nicht besonders angriffig unterwegs, überdies hat mir MINI-Spezialist Fabio Nassimbeni mehrere wertvolle Tipps gegeben.“
Im zweiten Durchgang setzt auch Hannes Mahler, den heikle Verhältnisse noch nie abgeschreckt haben, einen Zacken zu und setzt die Messlatte auf 2’12,12: „Es hat wirklich alles gepasst, aber es war auch Glück dabei. So ist mein MINI im Infield hinten ausgebrochen, ohne dass ich Schwung verlor oder ein Tor abräumte. Zudem hat es mir wohl auch geholfen, dass Thierry vor dem Start meine Topzeit gehört und sich dadurch hat provozieren lassen.“ Prompt “überfährt“ der Berner sein Auto und bleibt auf seiner Zeit aus dem ersten Lauf sitzen.
Die übrigen Verfolger vermögen sich indessen ebenfalls nur ungenügend oder gar nicht zu steigern. Da bei Zeitgleichheit laut Reglement der Schnellere aus dem ersten Wertungslauf belohnt wird, belegt Kilchenmann schliesslich Rang 2 vor Kobelt, der mit seinem tollen Einstand dennoch mehr als zufrieden ist. Dass Mark und Wintsch in dieser Saison das Steuer ihrer Autos mit ihren Ehefrauen teilen, ist bei den Verhältnissen in Frauenfeld sicher kein Nachteil, den besseren Gripp der vorgewärmten Pneus vermögen sie aber nicht wirklich zu nutzen. Gion Mark kommt immerhin knapp unter 2’14 und wird damit Vierter vor Ralph Burget und Wintsch.
Bernie Wyss ohne Gegner
Nachdem der Berner Daniel Baumeler sich aus der MINI Challenge Switzerland zurückgezogen hat, besitzt Bernie Wyss auf seinem toppräparierten MINI John Cooper Works zumindest vorläufig keinen ebenbürtigen Gegner mehr, und der Sieg in der offenen Rennklasse MINI Racing wird für den Zürcher zur reinen Formalität. Sein einziges Problem besteht darin, ob er für die feuchte Piste Slicks oder Profilreifen wählen soll. Wyss entscheidet sich für Slicks und gibt auch ohne Druck dem zweitklassierten Ruedi Bleichenbacher um beinahe vier Sekunden das Nachsehen.
Bereits Ende Woche treffen sich die Teilnehmer der MINI Challenge Switzerland zum zweiten Lauf in Interlaken.
Resultate:
Kategorie MINI Cooper S: 1. Hannes Mahler (Seengen), 2’12,12; 2. Thierry Kilchenmann (Spiegel), 2’13,40; 3. Edy Kobelt (Wattwil), 2’13,40; 4. Gion Mark (Tann), 2’13,85; 5. Ralph Burget (Lausen), 2’14,05; 6. Dino Wintsch (Hombrechtikon), 2’14,32; .7. Davide Fiorina (Grafstal), 2’14,53; 8. Heiko Leiber (Dachsen), 2’14,80; 9. Rolf Tremp (Ebnat Kappel), 2’14,87; 10. Raymond Stofer (Herznach), 2’14,92.
Kategorie MINI Racing: 1. Bernie Wyss (Fällanden), 2’10,62; 2. Ruedi Bleichenbacher (Flawil), 2’14,40; 3. Christian Della Sega (Winterthur), 2’18,84; 4. Alexandra Mühlethaler (Schmiedrued), 2,19,53.
Stand nach einem Lauf: Challenge: 1. Mahler 40; 2. Kilchenmann 36; 3. Kobelt 32; 4. Mark 29; 5. Burget 26; 6. Wintsch 23. Race Class: 1. Wyss 40; 2. Bleichenbacher 36; 3. Della Sega 32; 4. Mühlethaler 29.
Nächster Lauf: Slalom Interlaken vom 5. Mai