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Rede Walter Mertl, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen, Telefonkonferenz Halbjahresbericht zum 30. Juni 2023

Rede Walter Mertl Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen, Telefonkonferenz Halbjahresbericht zum 30. Juni 2023

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Vorstandsreden
 

Pressekontakt.

Sandro Kaelin
BMW Group

Tel: +41-58-269-1092

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Folie 2: BMW Group Half-Year Report to 30 June 2023

 

Meine Damen und Herren, guten Morgen!

 

Ich freue mich sehr, Ihnen heute erstmals den Quartalsabschluss der BMW Group vorzustellen.

 

Folie 3: Highlights of BMW Group Performance in Q2 and H1

 

Unser Unternehmen hat im zweiten Quartal unter schwierigen Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis erzielt.

 

Die Konzern-Umsatzrendite vor Steuern lag im Quartal bei 11,3% bzw. 12,6% zum Halbjahr.

 

Im Segment Automobile erreichten wir eine operative Marge von 9,2% im Quartal bzw. 10,6% per Juni.

 

Wir erwarten, dass sich die positive Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr fortsetzt, insbesondere aufgrund der anhaltend guten Auftragslage und der voraussichtlich besseren Verfügbarkeit unserer Fahrzeuge.

 

Daher haben wir vorgestern im Rahmen einer Ad-hoc Mitteilung die Erhöhung unserer Absatzprognose für das Geschäftsjahr 2023 bekanntgegeben.

 

Auch die Guidance für die EBIT-Marge und den Return on Capital Employed (RoCE) im Segment Automobile haben wir angehoben, ebenso wie den Ausblick für den Return on Equity (RoE) im Segment Finanzdienstleistungen.

 

Ich möchte Ihnen jetzt unsere Geschäftszahlen des zweiten Quartals näher erläutern. Dafür habe ich Ihnen heute ein paar Folien mit wichtigen Kennzahlen mitgebracht, um die wesentlichen Entwicklungen und relevanten Einflussgrössen zu erklären.

 

Folie 4: BMW Group in Q2

 

Das Konzernergebnis vor Steuern von 4,2 Mrd. Euro führt im zweiten Quartal zu einer EBT-Marge von 11,3%.

 

Nach sechs Monaten liegt die Konzern-Umsatzrendite bei 12,6% und damit klar oberhalb unseres strategischen Ziels von 10%.

 

Das Vorsteuerergebnis im Konzern geht im ersten Halbjahr zwar um knapp 6,8 Mrd. Euro zurück. Wir dürfen aber nicht vergessen: Im letzten Jahr hatten wir aus der Neubewertung der BBA-Eigenkapitalanteile einen Einmalertrag von 7,7 Mrd. Euro. Wenn wir ihn gedanklich ausklammern, um die operative Leistung zu betrachten, liegt das Konzernergebnis deutlich über Vorjahr.

 

Nun gehe ich auf die einzelnen Segmente ein. Beginnen wir mit dem Segment Automobile.

 

Folie 5: Automotive Retail units, BEV units, Auto revenue and Auto EBIT

 

Sie sehen hier die Entwicklung von Absatz, Umsatz und Ergebnis im Automobilsegment über die letzten sechs Quartale.

 

Der Fahrzeugabsatz lag im Q2 2023 mit gut 626.000 Einheiten um 11,3% über dem Vorjahresquartal. Gegenüber dem ersten Quartal sehen wir ein Wachstum von 6,4%. Dazu haben alle Regionen beigetragen, und zwar in einem ausgewogenen Verhältnis.

 

Per Juni sind die Auslieferungen um 4,7% gegenüber Vorjahr gestiegen. Der Auftragsbestand für unsere Fahrzeuge ist weiterhin hoch.

 

Aufgrund unserer starken Marktposition erwarten wir auch im zweiten Halbjahr einen positiven Trend bei den Auslieferungen. Daher gehen wir nun für das Jahr 2023 von einem soliden Absatzanstieg aus.

 

Dazu tragen auch unsere BEV, also die vollelektrischen Fahrzeuge, bei.

Wir sehen eine unverändert starke Dynamik. Im Q2 haben wir mehr als 88.000 vollelektrische Fahrzeuge abgesetzt. Zusammen mit den gut 64.000 Einheiten des ersten Quartals kommen wir nach sechs Monaten auf ca. 153.000 BEV-Auslieferungen.

Damit haben wir den Absatz der vollelektrischen Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

 

Ihr Anteil am Gesamtabsatz steigt stetig an und lag im zweiten Quartal bereits bei 14%. Im Halbjahr liegt ihr Anteil bei 12,6%, und im Gesamtjahr wird ihr Anteil 15% betragen.

 

Der gestiegene Absatz und der gute Produkt-Mix erhöhten auch die Umsatzerlöse des Automobilsegments. Nach sechs Monaten liegen sie um 10,9% über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Etwa die Hälfte dieses Anstiegs resultiert aus der vollständigen Einbeziehung des BBA-Umsatzes im Jahr 2023. Im Vorjahr war der BBA-Umsatz erst mit der Vollkonsolidierung ab dem 11. Februar enthalten.

 

Im Feld rechts unten sehen Sie die Entwicklung des operativen Ergebnisses (EBIT) im Segment Automobile. Im zweiten Quartal lag das EBIT bei rund 2,9 Mrd. Euro, die EBIT-Marge bei 9,2%. Vor den Abschreibungen für BBA-Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation liegt die Marge bei 10,2%.

 

Per Juni ergibt sich eine EBIT-Marge von 10,6%, respektive 11,7% ohne die Abschreibungen für BBA-Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation.

 

Folie 6: Automotive Segment EBIT in Q2

 

Die Überleitungsschaukel startet links mit dem Q2 des Vorjahres. Das EBIT betrug 2,5 Mrd. Euro, die EBIT-Marge lag bei 8,2%.

 

Von Q2 2022 auf Q2 2023 sehen wir eine Belastung von rund 300 Mio. Euro aus dem Saldo aus Währungen und Rohstoffen. Das liegt ausschliesslich an den Währungseffekten aus der Entwicklung des US-Dollars, des chinesischen Renminbis und des japanischen Yens – im Wesentlichen sind es Umrechnungseffekte. Die Rohstoffpreise bewegen sich wie im Vorjahr auf hohem Niveau.

 

Das Volumen, der Modell-Mix und die Preise wirken in Summe mit einer halben Milliarde Euro positiv. Der Mix ist insgesamt stabil, mit soliden Volumen im oberen Segment. Positive Impulse kommen unter anderem vom X5 und dem X1. Wir sehen erste Tendenzen der Normalisierung auf dem Markt. Umso mehr bleiben wir fokussiert auf Preisdisziplin.

 

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung steigen im Quartalsvergleich um ca. 300 Mio. Euro. Sie stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Investitionen in die Elektrifizierung, die Digitalisierung und das automatisierte Fahren.

 

Wenn wir die F&E-Kosten um Aktivierungen und planmässige Abschreibungen bereinigen, kommen wir zu den F&E-Leistungen im Konzern. Sie sind die Basis für die F&E-Quote nach HGB.

Die Quote beläuft sich per Juni auf 4,6%. Auf Jahressicht erwarten wir, dass sie innerhalb unseres langfristigen Zielkorridors von 4 bis 5% liegen wird.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sind um ca. 100 Mio. Euro gestiegen, unter anderem aufgrund höherer Aufwendungen für Personal und Digitalisierungsprojekte.

 

Bei den sonstigen Veränderungen sehen wir zum einen Belastungen durch höhere Materialkosten. Zum anderen haben wir im zweiten Quartal die Rückstellungen für Gewährleistungen neu bewertet und einige Parameter aktualisiert. Diese Anpassung führte zu höheren Gewährleistungskosten im Q2.

 

Kompensierend wirkte im Q2 die Entwicklung von Lizenzerlösen.

 

Aus der BBA Vollkonsolidierung sehen wir einen positiven Überleitungsposten. Die Belastung durch BBA Konsolidierungseffekte war im Q2 des Vorjahres um 800 Mio. Euro höher als im Q2 2023. Das betraf neben der Abschreibung von Vorräten aus der Kaufpreisallokation auch die Eliminierung von Zwischengewinnen im Zusammenhang mit konzerninternen Lieferungen.

 

Folie 7: Automotive Segment Free Cash Flow in Q2

 

Der Free Cashflow im Segment Automobile lag im zweiten Quartal bei 1,2 Mrd. Euro.

 

Der Effekt aus dem Working Capital von insgesamt 2,4 Mrd. Euro resultiert zum Grossteil aus dem Anstieg der Vorräte. Die weltweite Nachfrage nach unseren Fahrzeugen und unser Auftragsbestand sind hoch. Wir stellen die Verfügbarkeit der richtigen Produkte sicher und erfüllen damit zeitnah die Wünsche unserer Kunden. Damit werden wir auch im zweiten Halbjahr profitabel wachsen.

 

Das Delta aus Investitionen und Abschreibungen verbesserte den Free Cashflow im zweiten Quartal um eine halbe Milliarde Euro.

Wir investieren kontinuierlich in die Mobilität der Zukunft mit den Schwerpunkten Elektromobilität, Digitalisierung und automatisiertes Fahren. Die Investitionsquote lag im Q2 bei 5,1% und zum Halbjahr bei 4,4%. Auf Jahressicht erwarten wir eine Quote von rund 6%.

 

Die Dotierung von Rückstellungen erhöht den Free Cashflow im Q2 um ca. 500 Mio. Euro.

 

Per Juni lag der Free Cashflow im Segment Automobile damit bei gut 3,1 Mrd. Euro.

 

Für das Gesamtjahr 2023 gehen wir von einem Free Cashflow von mindestens 6 Mrd. Euro aus.

 

Neben höheren Investitionen für die Transformation zur E-Mobilität planen wir im Jahr 2023 mit einer höheren Bevorratung als Ende 2022. Wir planen jahresübergreifend, um die Versorgung mit Fahrzeugen in den Märkten sicherzustellen. So können wir die hohe Nachfrage unserer Kunden bedienen.

 

Folie 8: Financial Services Segment in H1

 

Kommen wir zum Segment Finanzdienstleistungen.

 

Das Ergebnis bei Financial Services resultiert nicht nur aus dem Neugeschäft, sondern massgeblich aus dem gesamten Vertragsbestand. Daher gehe ich für das Segment primär auf die Sechs-Monats-Sicht ein.

 

Das gestiegene Zinsniveau hat die Finanzierungskosten für die Verbraucher spürbar erhöht. Zudem ist der Wettbewerb im Finanzdienstleistungssektor unvermindert stark. Per Juni ging daher die Anzahl der neu abgeschlossenen Finanzierungs- und Leasingverträge mit Endkunden im Vorjahresvergleich um 10,6% zurück.

 

Im zweiten Quartal war jedoch ein positiver Trend erkennbar. Die Neuverträge lagen auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Höhere Preise und ein verbesserter Produkt-Mix im Automobilgeschäft liessen das durchschnittliche Finanzierungsvolumen ansteigen. Daher lag das Neugeschäftsvolumen im Q2 um 3,3% über dem Vorjahresquartal.

 

Das Segmentergebnis vor Steuern beträgt zum 30. Juni 1,7 Mrd. Euro. Das ist ein Rückgang von 14% gegenüber dem ersten Halbjahr 2022. Hauptursache sind die höheren Refinanzierungskosten und ein niedrigerer Vertragsbestand als im Vorjahr. Auf der positiven Seite sind die Vermarktungserlöse bei Leasingrückläufern anhaltend hoch. Zudem ist die Risikosituation im Segment weitestgehend stabil geblieben. Eine Kreditverlustquote von 0,15% belegt die hohe Qualität unseres Portfolios.

 

Wir gehen davon aus, dass sich die positiven Effekte aus der Wiedervermarktung von Leasingrückläufern erst zum Ende dieses Geschäftsjahres abschwächen werden. Daher erwarten wir auf Jahressicht nun einen Return on Equity (RoE) im Korridor von 16 bis 19%.

 

Folie 9: Motorcycles Segment in Q2

 

Damit zum Segment Motorräder.

 

Die Marke BMW Motorrad überzeugt seit 100 Jahren mit einem attraktiven Produktportfolio. Damit hat sie auch im zweiten Quartal ihres Jubiläumsjahrs Spitzenwerte bei Auslieferungen und Margen erzielt. Der Absatz lag bei fast 65.000 Einheiten und übertraf das Vorjahresquartal um 8,0%.

 

Entsprechend erhöhte sich auch das operative Segmentergebnis im Vergleich zum 2. Quartal 2022 deutlich von 127 Mio. Euro auf 158 Mio. Euro.

 

Die EBIT-Marge beträgt 16,0% im Quartal bzw. 16,2% zum Halbjahr.

 

Folie 10: Outlook 2023

 

Ich komme nun zur Zusammenfassung unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2023.

- Für die Auslieferungen im Segment Automobile erwarten wir nun einen soliden Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

- Aufgrund der positiven Volumenentwicklung heben wir den Zielkorridor für die EBIT-Marge im Segment Automobile auf 9 bis 10,5% an.

- Entsprechend erhöht sich auch die Bandbreite für den Segment-RoCE auf 18 bis 22%.

- Für den RoE im Segment Finanzdienstleistungen erwarten wir auf Jahressicht nun einen Wert zwischen 16 und 19%.

 

Alle anderen Prognosekennzahlen bleiben unverändert.

 

Unsere Prognose berücksichtigt keine tiefgreifende Rezession in wesentlichen Absatzmärkten. Ausserdem gehen wir in unserem Ausblick nicht von einer Verschärfung der Konfliktsituation zwischen Russland und der Ukraine oder einer Ausweitung des Kriegs aus.

 

Folie 11: BMW Group has the strategic focus and operational excellence to deliver continued success for all stakeholders

 

Meine Damen und Herren,

 

Unsere Branche steckt mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Wir steuern die BMW Group mit soliden Finanzen profitabel durch diese Transformation. Dabei haben wir stets den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens im Blick.

 

Unser strategischer Fokus liegt auf Elektromobilität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Dafür investieren wir konsequent in Zukunftstechnologien.

 

Wir behalten im aktuellen Kerngeschäft unseren Kurs. Wir sind operativ stark. Das sichert unsere Profitabilität. Denn wir haben ausreichend Spielraum, um in die Zukunft der BMW Group zu investieren und gleichzeitig Wert für unsere Anteilseigner zu schaffen.

 

Die BMW Group hat ein junges und hochattraktives Produktportfolio im Markt. In den nächsten Jahren bringen wir eine Vielzahl neuer Modelle. Wir gestalten die Zukunft mit der NEUEN KLASSE und sichern unsere hohe Wettbewerbsfähigkeit und damit unsere finanzielle Performance.

 

Die BMW Group hält die Balance zwischen den drei Kern-Elementen ihres unternehmerischen Erfolgs:

-            Erstens: Ein profitables Kerngeschäft

-            Zweitens: Ein kontinuierlicher Wachstumskurs

-            Drittens: Ein klarer Pfad zur Reduzierung der CO2 Emissionen

 

Damit schaffen wir kontinuierlich Wert für die BMW Group.

Wir liefern wie versprochen. Das ist unser Anspruch. Und dafür stehe ich auch ganz persönlich.

 

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CO2-Emissionen & Verbrauch.

Der CO2-Zielwert für Fahrzeuge, die nach WLTP geprüft sind, beträgt 118 g/km. Die Berechnung beruht auf der Verordnung des UVEK über Angaben auf der Energieetikette von neuen Personenwagen (VEE-PW) vom 05. Juli 2022. Die Verbrauchsangaben sind Normverbrauchs-Angaben gemäss dem WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure), die zum Vergleich der Fahrzeuge dienen. In der Praxis können die Angaben jedoch je nach Fahrstil, Zuladung, Topografie und Jahreszeit teilweise deutlich abweichen.

Die Angaben zu Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Stromverbrauch wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren VO (EU) 2007 / 715 ermittelt. Für die Bemessung von Steuern und anderen fahrzeugbezogenen Abgaben, die (auch) auf den Verbrauch und/oder CO2-Ausstoss abstellen, können je nach Kantonaler Regelung teilweise andere als die hier angegebenen Werte gelten. Damit Energieverbräuche unterschiedlicher Antriebsformen (Benzin, Diesel, Gas, Strom, usw.) vergleichbar sind, werden sie zusätzlich als sogenannte Benzinäquivalente (Masseinheit für Energie) ausgewiesen. Der Durchschnittswert der CO2-Emissionen aller immatrikulierten Neuwagen beträgt für das Jahr 2023 129 g/km.

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