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BMW Group und Universität Zagreb: Fortschritte in der Batteriezellfertigung durch Künstliche Intelligenz
Mon Apr 20 08:30:00 CEST 2026 Pressemeldung
+++ Pilotierung im Battery Cell Competence Center (BCCC) +++ Weniger Versuchsaufwand sowie Einsparungen von Rohstoffen, Kosten und Zeit +++ Zukunftsweisende Verknüpfung von Theorie und Praxis +++
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Shaira Mueller
BMW Group
Tel: +41-58-269-1092
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Autor.
Christian Marxt
BMW Group
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München/Zagreb. Die BMW Group und das Exzellenzzentrum für Robotertechnologie der Universität Zagreb (CRTA) treiben ihre gemeinsamen Forschungsaktivitäten für die Batteriezellfertigung weiter voran. Im gemeinsamen Forschungsprojekt „Insight“ werden praxistaugliche KI-Modelle zur Optimierung der Batteriezellfertigung bei der BMW Group entwickelt und eingesetzt. Das Forschungsprojekt arbeitet entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Batteriezellen: von der Elektrodenfertigung über End-of-Line-Tests bis hin zum inhouse entwickelten Direktrecycling.
So spart das Forschungsprojekt Rohstoffe, Kosten und
Zeit
Im Münchner Battery Cell Competence Center (BCCC)
entwickelt die BMW Group Batteriezellen für zukünftige Generationen
von Hochvoltbatterien. Dabei werden zahlreiche Testreihen
durchgeführt, die – und das liegt in der Natur der Sache – mit
Material- und Zeitaufwand einhergehen. Gleichzeitig werden durch diese
Tests die Produktionsanlagen und Labore belegt. Hier setzt das
Forschungsprojekt „Insight“ an: Ein Netzwerk aus Künstlicher
Intelligenz nutzt bisherige Versuchsdaten sowie Echtzeitdaten aus der
laufenden Produktion, um Prozessparameter und Leistungsdaten der
Batteriezelle präzise vorherzusagen. Dadurch können Dauer und Anzahl
der Testreihen bei gleichbleibender oder sogar verbesserter Qualität
deutlich reduziert werden. In einzelnen Prozessschritten senken die
neu entwickelten KI-Systeme den Material- und Zeitaufwand um mehr als
50 Prozent.
Weitere Anwendungsfälle in der Zellfertigung
Die
Vorhersagemodelle des Forschungsprojekts dienen nicht nur zur
Reduzierung der Testreihen, sondern auch zur abschliessenden Freigabe
von Batteriezellen. Nach der ersten Aufladung am Ende der Produktion
müssen die Zellen über einen bestimmten Zeitraum unter genau
definierten Temperaturen gelagert werden, bevor sie in ein
Batteriegehäuse verbaut werden dürfen. Diese Phase wird auch als
„Quarantäne“ bezeichnet und benötigt entsprechende Lagerkapazitäten.
Die KI-Systeme des Forschungsprojekts sind jedoch in der Lage, die
Batteriezellen bereits zuvor vollständig zu analysieren, sodass dieser
Prozessschritt zukünftig eingespart werden könnte.
Forschungskooperation verbindet Theorie und
Praxis
Seit dem Projektstart im Jahr 2024 entwickeln die
BMW Group und die Universität Zagreb gemeinsame Lösungen, um die
Fertigung von Batteriezellen mithilfe von Künstlicher Intelligenz zu
verbessern. Dafür sammeln und strukturieren Doktoranden und
Studierende der Universität Zagreb vorhandene Produktionsdaten. Anhand
dieser Daten werden KI-Modelle erstellt, die bestimmte Muster in den
Daten erkennen. Diese KI-Modelle können dann Vorhersagen treffen,
welche die Produktion bezüglich Leistung, Qualität und Kosten weiter
optimieren. „Wir arbeiten daran, die neu entwickelten KI-Modelle aus
der Prototypenumgebung auf einen grösseren Massstab zu skalieren,“
erklärt Christian Siedelhofer, Leiter Technologieentwicklung
Lithium-Ionen-Batteriezellen bei der BMW Group. Denkbar wäre etwa eine
Befähigung von Zellherstellern. „Auch in unserem Produktionsnetzwerk
prüfen wir, inwieweit sich die Modelle für weitere Anwendungsfälle eignen.“
Win-Win dank Wissensaustausch
Die Universität
Zagreb bringt ihre Expertise in den Bereichen Maschinenbau,
Elektrotechnik und Informatik in dieses Projekt ein. Vom
kontinuierlichen Wissensaustausch profitieren beide Partner: Die
Universität Zagreb bietet der BMW Group Zugang zu neuesten
Forschungsergebnissen, während die Doktoranden und Studierenden von
der Möglichkeit profitieren, ihr theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden.
Förderung von Nachwuchstalenten
Ein weiterer
Aspekt dieser Kooperation ist die Förderung von Nachwuchstalenten.
„Durch das gemeinsame Projekt begeistern wir Doktoranden und
Studierende für die Themenfelder KI und Batteriezelle sowie für die
spannenden Tätigkeiten in unseren Batteriezell-Kompetenzzentren“, sagt
Stefan Kerscher, Leiter Technologieentwicklung Batteriezelle bei der
BMW Group. „Wir freuen uns, wenn sich junge Talente für einen
Berufseinstieg in unserem Unternehmen entscheiden.“ Die Studierenden
profitieren durch die Kooperation von einem intensiven Mentoring und
der Chance, ihr berufliches Netzwerk in der Industrie auszubauen. Dies
erhöht ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und bietet ihnen
hervorragende Karrierechancen. Die Kooperation zwischen der BMW Group
und der Universität Zagreb stärkt die Innovationskraft und
Wettbewerbsfähigkeit beider Partner.
Batteriezell-Knowhow entlang der gesamten
Wertschöpfungskette
Die BMW Group bündelt ihr Knowhow zu
Batteriezellen in ihren Kompetenzzentren in München, Parsdorf und
Salching. Im Münchner Battery Cell Competence Center (BCCC) sitzt die
Forschung und Entwicklung für Batteriezellen der Zukunft. Das beste
Batteriekonzept aus dem BCCC wird im Parsdorfer Cell Manufacturing
Competence Center (CMCC) seriennah hergestellt. Die enge,
ressortübergreifende Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Einkauf und
Produktion verknüpft Produkt und Prozess auf einzigartige Weise. Neben
der Herstellung von Musterzellen arbeitet die BMW Group intensiv an
der Wiederverwendung von Materialien. Im Zuge dessen hat das
Unternehmen zusammen mit der Encory GmbH im niederbayerischen Salching
ein Cell Recycling Competence Center (CRCC) in Betrieb genommen, in
dem das innovative Direktrecycling umgesetzt wird. Das geistige
Eigentum für die Recyclingmethode liegt bei der BMW Group.